Ödometer / Konsolidierung

Oedometerversuche, bzw. die Einaxiale Konsolidationsversuche dienen der Untersuchung des Setzungs- und Quelldruckverhaltens von Bodenproben unter Auflast im Labor. Die dadurch gewonnenen Ergebnisse werden auf das Tragverhalten der Böden bei Bauvorhaben übertragen.

 

Mit Hilfe eines Kompressionsgerätes, dem Oedometer, wird auf eine Bodenprobe eine Druckspannung (Normalkraft) angelegt. Diese wird entweder manuell durch die Auflast entsprechender Gewichte oder automatisch über einen druckgesteuerten Stempel erzielt. Dadurch lässt sich das Setzungsverhalten eines Bodenkörpers in Abhängigkeit zur Auflast und Belastungszeit bestimmen. Da bei diesem Versuch die Bodenprobe lateral von einer Metallform begrenzt wird, kann das Probenmaterial seitlich nicht ausweichen, bzw. abscheren, so dass die Querschnittsfläche konstant bleibt und man von einaxialer Verformung spricht. Im Standardfall wird die Bodenprobe von oben und unten mit Filtersteinen eingefasst, so dass das Porenwasser bei Belastung frei abfließen kann. Im Spezialfall bei Quelldruckversuchen kann Wasser auch aus einer Behältereinfassung von der Bodenprobe aufgenommen werden.

 

Über eine analoge Wegmessuhr oder einem digitalen Wegsensor wird die Setzungsbewegung der Bodenprobe in Abhängigkeit zur Zeit gemessen. Auf eine anfängliche Phase der „Sofortsetzung“ folgt die Phase der „Kondsolidierungssetzung“, die mit dem Abklingen größerer Bewegungsbeträge abgeschlossen ist. Weitere minimale Setzungen fallen unter den Begriff „Sekundär-, oder Kriechsetzung“. Nach dem Abschluss der Konsolidierung wird die Probe entlastet, wobei die Entlastungsbewegung und bei nochmaliger Belastung das sekundäre Setzungsverhalten gemessen wird.

 

Die Wegmessung erfolgt im Standardfall über eine maximale Distanz von 10 mm mit einer Auflösung von 0,01 mm. Während mit Gewichten von bis zu 200 kg über einen Hebel (9:1; 10:1 oder 11:1) eine manuelle Auflast von maximal 2000 kg erreicht wird, liegen die Kräfte für Oedometerversuche mit einer automatischen Prüfpresse bei etwa 15 bis 25 kN.

 

Wille Geotechnik bietet für Einaxiale Konsolidationsversuche ein umfangreiches Programm aus eigener Fertigung und Entwicklung:

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  • Mechanische bis vollautomatische Prüfanlagen
  • Spezial-Oedometerzellen
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