Bodenverdichtung
Ein optimal verdichteter Boden hat auch die beste Tragfähigkeit. Eine optimale Bodenverdichtung wird einerseits über eine zyklische Belastung erreicht. Andererseits erreicht der zu verdichtende Boden die höchste Verdichtung nur bei einem optimalen Wassergehalt.
Zur Ermittlung des optimalen Wassergehaltes dient der Proctorverdichter. Dies ist ein Stempel mit Fallgewicht, welches entweder per Hand oder automatisch über eine Mitnehmerscheibe gehoben wird. Pro Versuch werden gleichschwere Proben eines Bodens mit verschiedenen Wassergehalten einheitlich in einem Proctortopf verdichtet und anschließend die Enddichte bestimmt.
Die Beziehung zwischen Wassergehalt und Enddichte des Boden ergibt eine parabelförmige Funktion auf dessen Scheitel sich der optimale Wassergehalt des untersuchten Bodens ablesen lässt. Die Versuchsdurchführung zum Proctorversuch ist in den Normen DIN 18127; EN 13286-2; ASTM D558, D560, D698, D1557 geregelt.
Mit Hilfe eines Gyrators können höhere Verdichtungen erreicht werden als mit dem Proctorgerät. Beim Gyrator wird eine bestimmte Kraft auf die gesamte Probenoberfläche aufgebracht und der Probentopf in kreisende Bewegung versetzt. Dadurch wird das Bodenmaterial geknetet und intensiver verdichtet.
Die mit einem Proctor- oder Marshallverdichter hergestellten Proben werden für weitere bodenmechanische Untersuchungen herangezogen: Scherversuche, Ödometerversuche, Triaxialversuche, CBR-Versuche, Durchlässigkeitsversuche, uvm.
